Unterstützt von:

Institut Hiscia
ISCADOR AG

Rückblick 2017

Das Jahr 2017 war für die Viscumvet Group sehr ereignisreich. Wir blickten auf 100 Jahre Misteltherapie in der Krebsmedizin und auf 18 Jahre Misteltherapieforschung bei Tieren am FiBL zurück. Viele Erfahrungen konnten gesammelt und einiges davon publiziert werden, u.a. eine Studie zur postoperativen, adjuvanten Misteltherapie bei Gesäugetumoren der Hündin, die gezeigt hat, das tendentiell das Sterberisiko (hazard ratio) gesenkt werden konnte. Weiter zeigt eine Studie zur kombinierten Bestrahlungs- und Misteltherapie beim malignen oralen Melanom des Hundes eine signifikant verlängerte Überlebenszeit der zusätzlich mit Mistel behandelten Hunde. Auch im Schweizer Archiv für Tierheilkunde (SAT) wurde eine Fallbeschreibung einer Katze mit felinem Sarkoid, die postoperativ eine Misteltherapie erhielt, publiziert (sie war zum Ende der Publikation ein Jahr rezidivfrei, obwohl die Läsion nicht im Gesunden entfernt werden konnte).

Darüber hinaus wurde von unseren französischen Kollegen zur Misteltherapie bei Tieren (einschliesslich Kleinsäuger) ein Handbuch erstellt. Es kann im FiBL-Shop oder auf Anfrage per Kontaktformular erworben werden.

Ausblick 2018

Im April findet auf der Jahrestagung der GGTM (Gesellschaft für ganzheitliche Tiermedizin) ein Seminar zur "Phytotherapie - Krebserkrankungen - Mit Phytotherapie den Organismus stärken" in Nürnberg statt. Dort gibt es unter anderem eine Einführung in die Misteltherapie und deren Möglichkeiten.

Misteltherapie bei Tieren

Die Viscum-Vet Gruppe wird durch veterinärmedizinische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL in Frick repräsentiert. Sie besteht derzeit aus drei tierärztlichen Mitarbeitern. Sie wird unterstützt durch den Verein für Krebsforschung (Institut Hiscia) und die Iscador AG in Arlesheim (Schweiz).

Das Team arbeitet mit Tierärzten, Herstellern und anderen Experten unter anderem aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Frankreich und Brasilien zusammen. Diese internationale Gemeinschaft trifft sich ein bis zweimal jährlich zu einem intensiven Austausch von Erfahrungen und Forschungsergebnissen, um den Fortschritt in der Verbesserung der Krebstherapie bei Tieren zu gewährleisten.

Derzeit arbeitet die Gruppe an Lösungen zur Behandlung des Equinen Sarkoids, von Hauttumoren der Katze sowie Gesäugetumoren und anderen bösartigen Krebsarten beim Hund.

Eine zusammenfassende Information über die Misteltherapie bei Tieren (121.2 KB) ist frei verfügbar.

Spezielle Informationen für Tierbesitzer und Tierärzte sind auf unseren speziellen Seiten zu finden.