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Forschung

Bis vor zehn Jahren gab es zwar viele Anwender der Misteltherapie auch bei Tieren, aber eine systematische Erforschung der Wirksamkeit von Mistelextrakten bei Tieren erfolgte bis dahin nicht. Dank des Vereins für Krebsforschung wurde es des Departements für Nutztierwissenschaften des Forschungsinstituts für biologischen Landbau ermöglicht, die Erkenntnisse aus der Praxis in konkrete Forschungsprojekte umzusetzen. Bis heute resultierten daraus 3 Dissertationen mehrere Fachpublikationen und eine Vielzahl an Vorträgen. Jählich lädt die Viscum-Vet-Gruppe zu einem internationalen Austausch neuer Ergebnisse und Behandlungstrategien ein. Derweil wurden 23 dieser Meetings in Arlesheim (CH), Frick (CH), Avenche (CH) und Paris durchgeführt.

Schwerpunkt des Forschungsbereiches ist die klinische Forschung an den jeweiligen Zieltierarten (Pferd, Hund, Katze). Daneben werden andere Tierarten in der Grundlagenforschung berücksichtigt, wie das Rind und das Schwein.

Die klinischen Untersuchungen sind dabei so angelegt, dass die Ergebnisse direkt in der Praxis verwertbar sein sollen. Mit Hilfe von Erfahrungen vieler tierärztlicher Praktiker, dem internationalen Austausch von Erfahrungen mit Kolleginnen und Kollegen aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Österreich und Brasilien, sowie jahrelanger Erfahrungen des FiBL-Teams in Kooperation mit Experten des Vereins für Krebsforschung mit dem Institut Hiscia, der Weleda AG und der Iscador AG konnten Therapieprotokolle erarbeitet, geprüft und in der Praxis angewendet werden.

Durch das grosse Interesse von Hochschulen an der Misteltherapie gewinnt der Forschungsbereich der Viscum-Vet-Gruppe zunehmend an Bedeutung. Kooperationspartner verschiedener Projekte waren dabei die ETH in Zürich, die Vetsuisse-Fakultäten in Bern und Zürich, die Universität Giessen, die Ecole Nationale Vétérinaire in Nantes und die Universidad de Saô Paolo (BR).

Darüber hinaus sind noch die privaten Institute wie das Animal imaging and Oncology Center in Hünenberg.

Der Mistelforschungsbereich am FiBL ist einer der ältesten des Departements für Nutztierwissenschaften. Innerhalb derer etablierte sich der Arbeitsbereich im Jahr 1999. Seitdem arbeiteten 4 Wissenschafler und Wissenschaftlerinnen an der Thematik im Veterinärbereich: Peter Klocke (1999-2013), Irena Marc (1999 bis 2003), Ulrike Biegel (seit 2001) und Ophélie Christen-Clottu (seit 2004).